36° und es wird noch heißer ... auch für unsere vierbeinigen Freunde

Die zur Zeit herrschenden Temperaturen in Deutschland sind auch für unsere Vierbeiner eine Herausforderung. Da Hunde sich im Gegensatz zu Menschen nicht durch Schwitzen über die Haut Kühlung verschaffen können, sind sie gegenüber Hitze sehr empfindlich. Bis auf wenige Schweißdrüsen an den Pfoten verschaffen sich Hunde nur über das Hecheln eine Abkühlung.

 

Wichtig ist es daher, Spaziergänge oder sportliche Betätigungen in die frühen Morgenstunden und die späten Abendstunden zu legen. Vor allem die Mittagshitze gilt es zu vermeiden. Der Wald bietet morgens angenehme Temperaturen, um den Tieren ihre tägliche Abwechslung und ihren Auslauf zu ermöglichen. So gut es geht, sollten asphaltierte Wege und Straßen vermieden werden, da diese Temperaturen von 50°C und mehr erreichen können, was beim Hund zu Verbrennungen an den Ballen führen kann. Übermäßige Anstrengungen wie das Laufen am Fahrrad müssen bei den herrschenden Temperaturen ausbleiben. Die Tiere überlasten sich hierbei. Sie laufen trotzdem noch immer treu neben ihren Herrchen her, obwohl sie schon längst über die physiologischen Belastungsgrenzen weit hinaus sind.

 

Auch ein immer wiederkehrendes Phänomen, welches nicht oft genug thematisiert werden kann, sind Hunde im Auto. Selbst ein leicht geöffnetes Fenster kann dem Hund keine Kühlung im sich aufheizenden, geparkten Auto bieten. Daher gilt es, im Sommer kein Lebewesen im Auto zu lassen, auch wenn der Einkauf noch so kurz ist! Es sind schon zu viele Hunde im Auto an den Folgen einer Überhitzung gestorben. Notfalls können Passanten, welche ein Tier in Not bemerken, durch die Polizei das Fahrzeug öffnen lassen, falls der Fahrzeughalter oder Fahrer nachweislich nicht schnell genug aufgefunden werden kann. Ein Tierhalter kann für sein unverantwortliches Verhalten nach §17 Tierschutzgesetz zur Rechenschaft gezogen und bestraft werden.

 

Generell gilt, dass Tierhalter ihre vierbeinigen Schützlinge gut beobachten sollten, um mögliche Veränderungen im Verhalten zu registrieren und dadurch frühzeitig reagieren zu können. Es sollte immer ausreichend Trinkwasser zur Verfügung stehen. Ideal ist es natürlich, wenn ihr Hund frei wählen kann, wo er sich aufhält, aber auf jeden Fall sollte in der Wohnung, im Haus oder im Garten ein kühler Platz zur Verfügung stehen.

 

Viele Hunde lieben es, sich im kalten Wasser abzukühlen. Daher kann man dem Hund die herrschende Sommerhitze erleichtern, indem man ihm ein stabiles Planschbecken als eine gute Alternative für einen fehlenden Hundestrand oder einen Bach in der Nähe anbietet. Kleine stehende Gewässer sollten gemieden werden, aufgrund der hohen Vermehrungsrate von darin lebenden Bakterien.

 

Von nassen T-Shirts oder Handtüchern am Hundekörper über einen längeren Zeitraum sollte hingegen Abstand genommen werden, da sich unter dem anfangs kühlenden nassen Stoff eine feuchte Stauungshitze bildet, welche genau das Gegenteil bewirkt von dem eigentlichen Ziel.

 

Bei verschiedenen Hunderassen kann es für den Hund eine Erleichterung sein, das Fell scheren zu lassen. Dies gilt allerdings nicht für alle Hunderassen, da viele Hunde ihre Unterwolle abstoßen und das verbleibende Deckhaar als Schutz gegen die Sonneneinstrahlung wirkt. Auch sollten unbehaarte Stellen vor Sonnenbrand geschützt werden.

 

Bei Autofahrten mit offenem Fenster sollte darauf geachtet werden, dass der Hund nicht zu sehr dem angenehmen Fahrtwind ausgesetzt ist, da dies Augenentzündungen hervorrufen kann.

 

In diesem Sinne gönnt euch und euren Vierbeinern eine ruhige und entspannte Sommerzeit im Schatten.

 

 

 

 

Autorin: Caren Seel / www.carenseel.de

Photo by David Vázquez on Unsplash

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